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Wildwestatmosphäre im Überseemuseum Bremen

26.01.2009 um 18:08:01 Uhr Quelle: presseportal
Eingestellt von: Erek Röös
Plakat zeigt Sitting Bull
Quelle:Museum Bremen; Fotograf:
Überseemuseum Bremen bietet eine spannende Ausstellung über „Sitting Bull und seine Welt“ noch bis 03. Mai 2009 an.

Bremen (ots) -Fragt man nach dem berühmtesten Indianer, wird häufig Winnetou genannt. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Romanfigur des legendären Schriftstellers Karl May. Dieser wiederrum hat den „Wilden Westen“ nie mit eigenen Augen gesehen. Ganz anders verhält es sich hier bei Tatanka Iyotanka – vielen besser bekannt als „Sitting Bull“. Er gilt als Sinnbild einer längst vergangenen Epoche. Sein Name weckt Bilder von weiten Steppen, weidenden Bisons, Männern zu Pferde und Tipis am Horizont. Bis heute prägen der Häuptling und sein Volk, die Lakota-Sioux, das Bild der Indianer in der amerikanischen und europäischen Öffentlichkeit. Zu großer Berühmtheit gelangte Sitting Bull im Jahr 1876, als die Lakota-Sioux die US-Kavallerie unter General George Armstrong Custer in der Schlacht am Little Bighorn vernichtend schlugen.

Doch Literatur und Medien zeichnen ein eher widersprüchliches Bild von Tatanka Iyotanka, dem "Sitzenden Bisonstier" (1831-1890). Vom Freiheitskämpfer über den "Heiligen Mann" oder den genialen Strategen bis hin zum Fortschrittsfeind und Schauindianer reichen die Interpretationen seiner Persönlichkeit. Wer war der Mann mit den vielen Gesichtern? Wie lebten die Lakota-Sioux Mitte des 19. Jahrhunderts und später in den Reservationen? Wie gestaltet sich ihr Leben heute?


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Das Gebäude des Überlandmuseums in Bremen
Quelle:flickr; Fotograf:sirstick
Das Überlandmuseum in Bremen
Auf zirka 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche widmet sich "Sitting Bull und seine Welt" in Form einer biografischen Zeitreise dem Volk der Lakota-Sioux und ihrem bekanntesten Anführer. Historische Fotografien und rund 180 Originalexponate, darunter ein Bison, Waffen, Kleidung, Schmuck oder künstlerische Objekte sowie nicht zuletzt einige persönliche Erinnerungsstücke aus dem Besitz Sitting Bulls lassen die Kultur der Lakota lebendig werden. Ihre Geschichte ermöglicht dem Besucher Einblicke in Themen wie Kulturkonflikt, Gewalt oder Menschenrechte, die bis heute nicht an Aktualität verloren haben.

Die Ausstellung "Sitting Bull und seine Welt" wurde vom Kunsthistorischen Museum Wien konzipiert. Sie feiert Premiere in Bremen bevor sie nach Tampere (Finnland) und Wien weiterreist. Bremen ist die einzige Station in Deutschland. Ein umfangreiches Programm mit Führungen, Vorträgen, Aktionen und Workshops für Kinder und Erwachsene begleitet die Ausstellung.

Weitere ausführliche Informationen zur Ausstellung „Sitting Bull und seine Welt“ und Ticketbestellung erhalten Sie unter: www.uebersee-museum.de

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