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Pontinische Inseln: Kleinodien im Tyrrhenischen Meer

28.12.2008 um 17:23:01 Uhr Quelle: rj24
Eingestellt von: Erek Röös
Ansicht des Ortes Ponza über den Hafen hinweg
Quelle:flickr; Fotograf:gengish
Ponza und sein malerischer Hafen. Auffallend sind
die vielen in bunten Pastellfarben gehaltenen Häuser.
Inselgruppe vor der malerischen „Riviera des Odysseus“ im italienischen Latium gilt noch als Geheimtipp.

Die Inselgruppe – auch nach der Hauptinsel die Ponza-Inseln genannt- liegt etwa 30 km vor der Küste zwischen Rom und Neapel und besteht aus den beiden bewohnten Inseln Ponza und Ventotene sowie den unbewohnten kleinen Eilanden Zannone, La Botte, Palmarola, Santo Stefano und Gavi.
Ponza selbst ist eine 7,3 qkm kleine Insel mit einer pittoresken Felsküste und einem hügeligen Landesinneren. Der Rand eines ehemaligen Vulkanes gab der Insel ihre heutige Gestalt und findet mit dem Monte della Guardia bei 284 m ihren höchsten Punkt. Mit einer Länge von etwa 8 km und einer Breite von 2 km ist die Insel recht überschaubar.

Der Ort Ponza schmiegt sich wie die Ränge eines alten Amphietheaters um den malerischen Hafen. In den Sommermonaten ist es quirlig in den Gassen des ansonsten ruhigen Örtchens, das mit seiner schlichten Architektur und den in verschiedenen bunten Pastelltönen gestrichenen Häusern die Herkunft seiner Bewohner von Ischia und Torre del Greco aus dem 18. Jahrhundert erahnen lässt. Ausländische Gäste sind eher die Ausnahme. Denn noch ist Ponza ein Geheimtipp der nicht weit entfernten römischen Städter und der Prominenten und Reichen dieser Welt, deren Luxusyachten vor der felsigen Küste schaukeln.

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Strände

Ponza besitzt eine 41 km lange überwiegend zerklüftete Felsküste, verfügt aber auch über einige Badestrände, die zum Teil nur vom Meer aus erreichbar sind. Der bekannteste Strand ist die von einer weissen Tuffsteinwand geschütze
Die Bucht Cala Feola
Quelle:flickr; Fotograf:gengish
Die Bucht Cala Feola
Chiaia di Luna – ein breiter Sandstrand, der durch einen 168 Meter langen Tunnel aus römischer Zeit betreten wird. Romantisch sind die wunderschönen Sonnenuntergänge am Strand von Lucia Rosa, während nicht weit entfernt die Bucht Cala Feola mit ihren wunderbaren natürlichen Schwimmbecken lockt. Nach ihrem von Mutter Natur geschaffenen Merkmal benannt ist der Strand Arco naturale (Naturbogen), derweil der in der Bucht Cala Inferno gelegene Strand des Herzens seinen Namen Spiaggia del Core von einem auf den Fels gemalten Herzen herleitet.
Nahe beim Hafen von Ponza liegt der am besten mit Booten vom Meer aus zu erreichende Strand von Frontone, der über Sonnenschirme und -liegen verfügt. Direkt beim Hafen sind die beiden kleinen Strände Sant´Antonio und Giancos zu finden, die aber aufgrund der Ortsnähe oftmals überfüllt sind.

Sport und Freizeit

Über 20 Bootsverleiher bieten organisierte Touren zu den verschiedensten Zielen des Archipels an. Besonders empfiehlt es sich, bei einer Segeltour die herrlichen Ausblicke auf Buchten, Dörfer, Strände und Felsen sowie die faszinierende Natur zu genießen.
Blick auf die Hafeneinfahrt von Ventotene
Quelle:flickr; Fotograf:bennyrosso
Der Hafen von Ventotene, der zweiten bewohnten
Insel des Archipels
Freunde des Tauchsportes kommen nicht zuletzt wegen des glasklaren Wassers in der Unterwasserwelt der Landenge, die Ponza und Zannone verbindet, auf ihre Kosten. Überreste antiker römischer Schiffe gibt es ebenso zu entdecken wie alte Dampfer, die während des letzten Krieges versenkt wurden.
Für Petri-Jünger bietet das aus dem Meer ragende Riff – von den Einheimischen Formiche (Ameisen) genannt – Gelegenheit, dem Angelsport nachzugehen. Das Riff liegt ganz in der Nähe des Hafens.
Und natürlich lässt sich die Natur und die Landschaft Ponzas auch zu Fuß oder per Motorroller erkunden. Übrigens sind im Sommer auf der Insel Autos und schwere Motorräder verboten. Bewachte Parkplätze gibt es auf dem Festland – Infos über: Golpho Service, Tel.: 0039/0771/771207 oder email: golphoservice[at]tiscali.it
Am Hafen von Ponza kann man Vespas mieten – etwa 30 €/Tag.

Sehenwürdigkeiten

Nicht nur im Meer lassen sich römische Reste finden, auch an Land haben die antiken Vorfahren ihre Spuren hinterlassen. Nicht entgehen lassen darf man sich einen Besuch der Grotte del Pilato im Süden der Insel bei Punta della Madonna. Hier gibt es Ruinen antiker Aquädukte und den Madonna-Felsen mit den Überresten der Sommervilla des
Blick von der Hotelterasse auf die Cala di Luna
Quelle:flickr; Fotograf:pasquale popolizio
Blick auf die Cala di Luna
römischen Kaisers Augustus. In der Nähe finden Sie auch die imposanten Nekropolen von Bagno Vecchio, die Villa Santa Maria sowie antike Regenwasserzisternen.

Unterkunft

Die pontinischen Inseln sind in Deutschland bislang touristisch kaum bekannt. Als erster deutscher Reiseveranstalter hat jetzt FTI Frosch Touristik erstmals Unterkünfte auf Ponza im Programm.
Die Unterkünfte sind sowohl als Pauschalreisen als auch separat zu buchen. Es sind zum Einen die Gästehäuser Villa Laetitia und La Limonaia ( sollen den Schwestern des bekannten italienischen Modehauses Fendi gehören !), zum Andern die Hotels Torre die Borboni (***) und Chiaia di Luna (**** -liegt hoch oben über der Bucht Chiaia di Luna-). → FTI

Infos:

Flug: via Rom oder Neapel
Transfer: z.B. Neapel – Fährhafen Formia 100 €
Info & Buchung: Golpho Service (Transfer vom/zum Flughafen)
Salvatore Macera
Via Sarinola, 14
04023 Formia (Latium)
Tel.: 0039 / 0771 77 12 07
golphoservice@tiscali.it

Fähren / Schnellboote (Ab Hafen in Formia):

Autofähre Caremar (ca. zweieinhalb Stunden pro Fahrt)
Tragflächenboot Caremar Aliscafi (ca. eineinviertel Stunde pro Fahrt)

www.caremar.it
www.vetor.it

Ab Hafen in Terracina: Schnellboot Tremiti Jet

www.navlib.it
info@navlib.it
Tel.: 0039 / 081 55 20 763

Verkehr auf Ponza:

Vespas zum Mieten am Hafen Ponza etwa 30 €/Tag
Bus-Ticket für Fahrten über die Insel ab 1 €



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