Reise & Bericht
Mittelalterliches Schmuckstück: Der Schnoor in Bremen Mittelalterliches Schmuckstück: Der Schnoor in Bremen
04.12.2008 um 12:36:38 Uhr Quelle: rj24
Eingestellt von: Erek Röös
Eingestellt von: Erek Röös

Quelle: wikipedia; Fotograf: Ingo 2802
Im Schnoor
Erstmals erwähnt wird dieses Bremer Schmuckkästchen mit dem ungewöhnlichen Namen "Der Schnoor" im 13. Jahrhundert. Damals warens es Franziskaner, die am Rande des heutigen Viertels ein Kloster gründeten, von dem sich bis heute die nunmehr katholische St.-Johanniskirche-Kirche erhalten konnte. Sie ist Bremens einzige rein gotische Kirche, die seit ihrer Restaurierung im Jahre 1994 wieder im alten Glanze über das ehemalige Schiffer- und Fischerviertel wacht. Der Name "Schnoor" deutet auf alte Tradition im Schiffshandwerk hin: In dem Viertel wurden ursprünglich Schiffstaue und Seile (niederdeutsch Schnoor, Snoor = Schnur) hergestellt.
Glücklicherweise war das Viertel im 2. Weltkrieg kaum von den sonst umfangreichen Zerstörungen betroffen, so dass viele der überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammenden Häuser erhalten blieben. Nach umfassenden Restaurierungen präsentiert das historische Schnoorviertel Stilrichtungen vom 15. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Nur noch in dem Straßennamen "Hinter der Balge" erhalten geblieben ist ein alter Flußarm der Weser - die Balge- , die früher mitten durch den Schnoor floss. Im Mittelalter war die Balge noch der eigentliche Hauptstrom Bremens und mit der Grund für die Ansiedlung der Flussfischer und Schiffer in diesem Stadtteil. Doch mit zunehmender Versandung verlor die Balge an Bedeutung, während die Weser zu dem wichtigsten Bremer Fließgewässer, wie wir es heute kennen. Die Balge, im 19.Jahrhundert zu einem Rinnsal
verkommen, wurde zugeschüttet, um neues Bauland zu gewinnen. Nur noch der besagte Straßenname und in den Boden eingelassene Tafeln erinnen an das ehemalige Flüsschen.
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Quelle: wikipedia; Fotograf: Juergen Howaldt
Das Schnoorviertel
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