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Matthias Hintz Werke schlagen eine Brücke zu Goya und Dali

15.10.2009 um 22:30:11 Uhr Quelle: presseanzeiger.de
Eingestellt von: Volker Röös

Ausstellung "Wandlungen. Goya – Dali – Hintz" im Kreismuseum Zons

Goya Blatt Nr 43 Los Caprichos
Quelle: wikipedia Fotograf: n/a
Los Caprichos ist eine Folge von 80
Aquatinta-Radierungen Goyas.
Hier Blatt 43 - Der Schlaf
der Vernunft gebiert Ungeheuer
Den auf Goya und Dali bezugnehmenden Werken von Matthias Hintz hat man es zu verdanken, dass in der Synopse mit seinen Werken erstmalig in dieser Form auch 20 Original-Caprichos der spanischen Großmeister auch im Rheinland zu sehen sind. Mit seiner aktuellen Ausstellung GOYA – DALI – HINTZ: Wandlungen - zu sehen im Kreismuseum Zons - begibt sich der im Rhein-Kreis Neuss lebende und arbeitende Künstler Matthias Hintz einmal mehr in die sichtbare Auseinandersetzung mit seinem Thema "Der Mensch hinter den Dingen". Dieses Mal ist es ihm gelungen, seine Werke in eine Reihe mit den von ihm verehrten bahnbrechenden Malern Goya und Dali zu stellen. Der Besucher hat die seltene Möglichkeit, den Brückenschlag zwischen den Epochen jeweils am lebendigen Original bestaunen.

Der Zonser Ausstellung liegen die „Caprichos“ von Francisco de Goya (1746 – 1828) zugrunde, deren ersten Druck Goya 1799 noch selbst betreute. „Caprichos“ meint in der Kunst und Literatur seit dem 16. Jahrhundert „Launen, Einfälle“, jene künstlerischen geistreichen und originellen Kapriolen, die der Phantasie freien Lauf lassen. Der Hofmaler (!) Goya, der Kritiker des Klerus, der scharfe Beobachter seiner vom Umbruch bestimmten Zeit, offenbart in seinen Werken seinen Bruch mit den Traditionen barocker Kunstauffassung und kündigt damit gleichzeitig die Moderne an. Goyas Radierungen thematisieren zum einen die zeitgenössischen politischen und sozialen Missstände. Zum anderen generalisieren sie die dem Menschen scheinbar innewohnende und zeitlose Irrationalität.
Salvador Dali wagte sich 1977 daran, die „Caprichos“ neu zu interpretieren und bewegte sich formal eng in dem von Goya vorgegebenen Rahmen. Dennoch gelangen ihm geniale Zuspitzungen und Pointierungen.
Matthias Hintz hingegen griff Goyas und Dalis Arbeiten paraphrasierend auf. Seine Darstellungen assoziativer Gefühlswelten stellen nicht die zeitlosen Wahrheiten seiner Vorgänger in Frage, wohl aber die sich von Zeit zu Zeit ändernden Fragen an sie.

Die reizvolle und spannungsreiche Gegenüberstellung ausgewählter Arbeiten von Goya (1799) – Dali (1977) – Hintz (2006) zeigt beispielhaft künstlerische und kunsthistorische Wandlungen vom Beginn der Neuzeit bis heute.
Das künstlerische Projekt und die Ausstellung hat in erster Linie das Kunstkontor Richard H. Mayer in Bamberg ermöglicht. Richard H. Mayer besitzt nicht nur eine der seltenen Folge der ersten Auflage von Goyas „Caprichos“, sondern auch Dalis Hommage. Beide Serien ermöglichten Matthias Hintz, sich das Thema künstlerisch anzueignen.

Eine Ausstellung der Stiftung Kulturpflege und Kulturförderung der Sparkasse Neuss, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland und des Rhein-Kreises Neuss im Kreismuseum Zons.


30.10.2009 – 22.12.2009 u. 2.1.2010 – 17.1.2010,        www.kreismuseumzons.de

Öffnungszeiten

• Dienstags bis Freitags von 14:00 bis 18:00 Uhr
• Samstags, sowie Sonn- und Feiertags von 11:00 bis 17:00 Uhr
• Montags geschlossen
Ausstellung im Kreismuseum Zons ab 30. Oktober


Eintritt  

Erwachsene: 3,00 Euro
ermäßigt: 1,00 Euro
Familien: 6,00 Euro

 

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