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Islas Columbretes: Wo sich Kolumbrettensalamander und Krähenschabe Gute Nacht sagen

08.01.2009 um 14:02:17 Uhr Quelle: rj24
Eingestellt von: Erek Röös
Isla Grosso
Quelle:flickr; Fotograf:ovando
Mit der Isla Grosso ragt der Rand eines ehemaligen Vulkankraters
aus dem azurblauen Meer
Einzigartige Naturerlebnisse auf und bei den Kolumbrettischen Inseln.

Etwa 60 km östlich der in der Region Valencia liegenden Costa del Azahar liegt mit den relativ unbekannten Kolumbrettischen Inseln ( Islas Columbretes) eines der schönsten Tauchparadiese an der spanischen Mittelmeerküste. Das kleine Archipel ist vulkanischen Urprungs, was sicherlich zu der interessanten und abwechslungsreichen Unterwassertopografie beigetragen hat. Dabei besteht die idyllische Inselgruppe gerade mal aus vier Inselchen, die es zusammen auf 19 Hektar Fläche bringen, die aus dem azurblauen Meer ragen. Von dem Quartett ist die Isla Grossa - wie der Name schon sagt - die Größte. Sie ist hufeisenförmig und bildet den Rand eines ca. 1 km durchmessenden Vulkankraters. Die weiteren Inseln sind die Islas la Ferrera, la Forarada und Carallot sowie zahlreiche Klippen und Sandbänke im umgebenden Seegebiet.

Schon antike Seefahrer wie die Phönizier, die Griechen und die Römer kannten die kleine Inselgruppe, die sie in ihren Seekarten festhielten. Der heutige Name leitet sich aus dem Lateinischen "colubra" = Schlange ab und weist somit auf die früher dort zahlreich vorhandenen Schlangen und anderen Kriechtiere hin. Den Schlangen rückte man allerdings im 19. Jahrhundert mit Feuer zu Leibe und rottete sie aus. Ebenfalls aus dieser Zeit - und somit der vermutliche Grund für den Exodus der Schlangen - stammt der Leuchtturm, der an der mit 67 m höchsten Stelle der Illa Grossa gebaut wurde und bis zu seiner Automatisierung 1975 von Leuchtturmwärten besetzt war. Ansonsten waren die Inseln bis in das 20. Jahrhundert wiederholt Heimat etlicher Schmuggler und Piraten, denen es vor allem eine natürliche Grotte auf la Forarada angetan hatte, bis diese dann von der spanischen Regierung gesprengt wurde.

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1988 stelle die Regierung des Landes Valencia die Inseln und das umgebende Seegebiet mit einer Größe von 4300 Hektar unter Naturschutz. 1990 wurde der Naturpark zusätzlich zum Wasserschutzgebiet erklärt. Somit wurden die
Islas Columbretes
Quelle:flickr; Fotograf:ovando
Ansicht der Islas Grosso von der Seeseite aus
Kolumbrettischen Insel und das Seegebiet zu einem Refugium für etliche vom Aussterben bedrohter Tierarten. So finden sich hier zum Beispiel der Kolumbrettensalamander, rotschnäbelige Korallenmöven, Gelbschabelsturmtaucher, Krähenschaben, Moränen, Schildkröten, Barracudas und weitere selten gewordene Tierarten.

Heute sind die Inseln bis auf die Naturparkwächter unbewohnt. Für Besichtigungen und Tauchgänge sind aufgrund der Bestimmungen des Naturparks Genehmigungen erforderlich. Dennoch ist ein Tauchgang in dieser noch gut erhaltenen Unterwasserwelt eine absolute Empfehlung. Vor allem im Frühjahr und im Herbst hat man auch in 20 m Wassertiefe noch eine außergewöhnlich gute Sicht auf die artenreiche Unterwasserflora und -fauna.

An der Costa del Azahar bieten mittlerweile mehrere Veranstalter Exkursionen zu den Islas Columbretes an, deren jeweilige Teilnehmerzahl aufgrund der Bestimmungen auf 12 Personen beschränkt ist. Einige Adressen für interessante Ausflüge und Tauchgänge finden Sie hier auf den Seiten von landvalencia.com



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