Reise & Gesundheit
In den Thermalquellen der Türkei entspannen In den Thermalquellen der Türkei entspannen
30.12.2008 um 18:04:25 Uhr Quelle: pressetext
Eingestellt von: Erek Röös
Eingestellt von: Erek Röös

Quelle:Türk.Kult+Fremdvk.; Fotograf:
Thermalbäder direkt am Meer
Wien (pts) – Die Türkei ist nicht nur im Sommer ein lohnendes Urlaubsziel. Auch in den kühlen Jahreszeiten hat dieses Land einiges zu bieten. Wer Entspannung und Erholung sucht, der ist im Land der tausend Thermalquellen gut aufgehoben. 200 dieser Quellen wurden in modernen Thermalzentren für den passionierten Wellnesstouristen erschlossen.
Schon die Menschen in der Antike wussten diese heißen Quellen zu schätzen. Durch die hohe mineralische Qualität des Wassers und die geothermischen Zonen zählt die Türkei zu den TOP 7 Ländern der Thermen-Welt. Wer die Türkei besucht, der sollte unbedingt eine dieser Quellen aufsuchen, denn eine Türkeireise ohne Besuch der Thermalquellen ist nahezu unvollständig. Besonders in den Regionen der Marmara und Ägäis sind diese Thermen anzutreffen und ganz leicht von den touristischen Hochburgen, wie Istanbul, Izmir und Pamukkale zu erreichen.
Moderne trifft Antike:
Zwischen 20 Grad Celsius und 110 Grad Celsius liegen die Temperaturen der über 1000 Quellen und haben eine Wasserdurchlaufmenge von 2 – 500 Litern pro Sekunde. Von 200 Thermalzentren werden diese natürlichen Wärmequellen genutzt. Viele türkische Städte, wie Hierarpolis, Izmir oder Bursa wurden auf Thermengebiet gegründet. So war Izmir schon in der römischen Antike eine Wellness-Hochburg, wo sich Römer und Griechen von ihren Strapazen erholten. Die Cekirge Thermalquellen in Bursa bewogen die Osmanen, größere Badekomplexe für ihr Volk zu errichten. Auch Cesme an der ägäischen Küste errang durch die natürlichen Heilquellen Berühmtheit. Nicht zuletzt ist Pamukkale mit seinen Thermen, Kalkterrassen und Ruinen der antiken Stadt Hierarpolis eine echte Attraktion.

Quelle:Türk.Kultur und Fremdvk.; Fotograf:dto
Das Thermalgebiet bei Pamukkale
„Hamam“ entstand im Osmanischen Reich und beschreibt die schon seit vielen Jahrhunderten bekannte türkische Badekultur. Ihren traditionellen Ursprung aber hat sie in Mittelanatolien und Istanbul. Das Wort „Hamam“ bedeutet „wärmen, baden“ und steht für Entspannung, Wohbefinden und Sauberkeit.Außen sind die Gebäude meist schlicht, doch im Inneren erwarten den Besucher prunkvolle Marmorböden. Ein Grund für die hohe Anzahl an Badehäuser waren die strengen Reinigungsvorschriften des Islam, denen viele Menschen zu Hause nicht nachkommen konnten.
Die zentralen Elemente der körperlichen und geistigen Reinigung sind Wasser und Wärme. "Damit Wasser reinigt, muss es fließen", besagt ein altes türkisches Sprichwort. Dafür werden Wasserschalen über den Körper gegossen, die Wärme wird über die beheizten Böden und Wände aufgenommen. Das Herz jedes Hamam ist der Bauchstein in der Mitte des Raums. In den osmanischen Prunkbädern wird streng auf eine Geschlechtertrennung geachtet, um die Entspannungs- und Waschzeremonien nicht zu stören. Trotz der traditionellen Trennung finden sich in Badeorten auch gemischtgeschlechtliche Badebetriebe.
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Quelle:flickr; Fotograf:la_imagen
Im Hamam
Nach dem Betreten der ersten Sektion eines Hamam entkleidet man sich und legt ein pestemal, ein gestreiftes Leinentuch, an. An den Füßen trägt man Holzpantoffeln, die vor dem heißen Marmorboden schützen. Danach begibt man sich in den nächsten Raum, wo sich der Bauchstein befindet. Man setzt sich unmittelbar in seine Nähe und schüttet lauwarmes Wasser über den Körper. Dies geschieht solange, bis die Haut geschmeidig wird. Der Hamambedienstete, tellak genannt, rubbelt anschließend den Körper mit dem Spezialhandschuh "kese" ab. Nach dieser Behandlung und einer Massage verabreicht der tellak eine gründliche Seifenbehandlung. Nach der Reinigung kann man zur Umkleidekabine zurückkehren, sich ausruhen und ein Glas türkischen Tee zu sich nehmen.
Ständige Qualitätskontrollen der türkischen Thermen durch das Ministerium:
"Durch das moderne Thermen-Angebot und die jahrhunderte alte Tradition des Hamam ist die Türkei vor allem in den Herbst- und Wintermonaten ein interessantes Reiseziel für Badegäste", sagt Dr. Tahsin Yilmaz, der für Tourismus und Kultur zuständige Botschaftsrat in Wien. Die türkischen Thermen werden laut Yilmaz laufend vom Gesundheitsbehörden kontrolliert. Die balneologischen Gutachten werden von der unabhängigen Universität Istanbul erstellt. Die Bäder helfen nicht nur bei Alltagsstress, sondern auch bei Krankheiten. "Von Rheuma über Muskelprobleme bis Kreislaufbeschwerden, in der Türkei findet der Gast die adäquate Thermalquelle für seine individuellen Beschwerden", sagt Yilmaz.
Wissenswertes zum türkischen Informationsbüro für Kultur – und Fremdenverkehr:
Das Informationsbüro ist eine Außenstelle des Kultur- und Tourismusministeriums der Republik Türkei in Ankara und zuständig für die Förderung von Tourismus und Kulturaustausch in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Gemäß den diesbezüglichen Weisungen seitens des Ministeriums in Ankara koordiniert das Informationsbüro alle Werbe- und PR-Maßnahmen in diesen vier Ländern. Das Informationsbüro ist Anlauf- und Kontaktstelle für Reiseveranstalter ebenso wie für allgemeine Fragen im Bereich Tourismus und Kulturaustausch von Journalisten und Privatpersonen. Weitere Informationen auf der Homepage http://www.goturkey.com.
Weitere Informationen:
Türkische Botschaft Wien
Informationsabteilung für Kultur und Fremdenverkehr
Singerstraße 4, 1010 Wien
Tel: +43-1-5122129
Email: office@turkinfo.at
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