Reise & Verkehr
Der Auto und Reiseclub Deutschland gibt Tipps zum richtigen Verhalten im Autotunnel Der Auto und Reiseclub Deutschland gibt Tipps zum richtigen Verhalten im Autotunnel
13.01.2009 um 15:25:09 Uhr Quelle: lifepr
Eingestellt von: Erek Röös
Eingestellt von: Erek Röös

Quelle:flickr; Fotograf:Photochiel
(lifepr) Bad Windsheim - Viele Wintersportfans lockt es in dieser Jahreszeit wieder in die Alpen. Da aber leider auch in dieser kalten Zeit die Witterungsverhältnisse Schnee und Eis mit sich bringen und nicht alle Straßen befahrbar sind, Alpenpässe noch gesperrt sind, weichen viele Autofahrer während ihrer Route auf Tunnelfahrten ab. Jedoch fühlen sich viele PKW-Führer in den Tunnelröhren nicht besonders wohl. Oft treten Symptome wie Beklemmungsgefühl und Panikattacken auf. Solchen Autofahrern rät der TÜV-Rheinland, nicht unter Zeitdruck zu fahren. Auch ist es besser, jemand anders ans Steuer zu lassen, wenn man zu viel Angst vor dunklen Straßenröhren hat.
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Erfahrungen zeigen, dass viele Fahrer überstürzt reagieren, wenn es zu Unfällen und vor allem zu Bränden kommt. "Viele Betroffene neigen dazu, zum viel weiter entfernten Tunneleingang zurückzulaufen, statt den nächsten Notausgang zu benutzen", sagt Professor Paul Pauli vom Lehrstuhl für Psychologie an der Universität Würzburg. Er leitet ein Projekt, das mögliche Bedrohungszenarien in einem Tunnel identifizieren soll, um daraus Schutzmaßnahmen abzuleiten. Pauli und sein Team interessieren dabei besonders die psychologischen Faktoren, die das menschliche Verhalten in kritischen Situationen beeinflussen. "In so einem Zustand kann der Mensch kaum wohlüberlegt handeln und sich einen Fluchtplan zurechtlegen". In virtuellen Simulationen von typischen Bedrohungssituationen nach Unfällen, Bränden und Explosionen sollen Wege gefunden werden, wie Betroffene durch Schulungen und Informationsmaterial potentielle Gefahrensituationen heil überstehen können. Auch bauliche, betriebliche und organisatorische Schutzmaßnahmen sind im Fokus.
Das Bundesforschungsministerium unterstützt die Arbeit der Psychologen mit rund 430.000 Euro. Neben den Würzburgern arbeiten neun weitere Verbundpartner - Bundesbehörden, öffentliche Forschungseinrichtungen und auch Firmen aus der Privatwirtschaft - an dem Projekt mit. Es erfasst auch Brücken als besonders sensible Bereiche der Infrastruktur. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) empfiehlt Autofahrern bei Tunnelbränden und -unfällen, keinesfalls zu wenden oder rückwärts zur Tunneleinfahrt zu fahren. Ist eine gefahrlose Weiterfahrt nicht möglich, sollte das Fahrzeug in einer Pannenbucht, auf dem Standstreifen oder möglichst nahe am rechten Fahrbahnrand mit abgestelltem Motor geparkt werden, ohne den Schlüssel abzuziehen. Dann das Fahrzeug nur mit Warnweste verlassen, um den nächsten Notausgang anhand der Hinweisschilder zu finden! Rettungskräfte sollten zudem wegen möglicher Verbindungsprobleme nicht mit dem Handy, sondern über die Notruftelefone im Tunnel angefordert werden.
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