Reise & Bericht
Cabrera: Paradiesische Insel mit höllischer Vergangenheit Cabrera: Paradiesische Insel mit höllischer Vergangenheit
05.12.2008 um 17:52:20 Uhr Quelle: rj24
Eingestellt von: Erek Röös
Eingestellt von: Erek Röös

Quelle: flickr; Fotograf: cayetano
Der Hafen von Cabrera und die Festung. Großstadtflair kommt garantiert
nicht auf
In Sichtweite von Mallorca liegen die „Ziegeninseln“ etwa 13 km südlich der Hauptinsel der Balearen. Cabrera ist die einzig bewohnte und größte Insel eines kleinen Archipels aus 18 meist kleinen felsigen Inselchen. Seit 1991 ist Cabrera ein Nationalpark. Seinen Beinamen die „Ziegeninseln“ hat die kleine Inselgruppe von ihren Hauptbewohnern, nämlich wilden Ziegen. Sie sorgen mit ihrem Appetit dafür, dass das junge Grün der Inseln fleißig abgegrast wird. Entsprechend kahl und felsig wirken die kleinen Eilande.
Ebenso verkarstet und felsig wirkt auch die von Fjorden durchzogene Insel Cabrera. Die mit 17 km² größte der Ziegeninseln weißt neben ihren Hauptbewohnern auch eine Handvoll Menschen auf, die sich am Ende eines herrlichen Naturhafens angesiedelt haben. Besiedelt war die Insel in ihrer Vergangenheit schon häufig. Nachdem Cabrera mit dem Anstieg des Meeresspiegels vor ca. 15.000 Jahren von Mallorca abgetrennt wurde, bekam die Insel nachweislich Besuch von den Phöniziern und von den Karthagern. Auch den Römern war die Insel bekannt, Plinius vermutete hier sogar den Geburtsort Hannibals. Im weiteren Verlauf der Geschichte

Quelle: flickr; Fotograf: jlga
Das Ankern in den Buchten ist zum Teil streng reglementiert.
Die Einrichtung eines Nationalparks 1991, die damit verbundene Regulierung des Besucherstroms sowie strenge Verhaltensregeln sorgen dafür, dass sich hier eines der letzten Naturparadiese des Mittelmeeres erhalten haben. Neben Fischadlern und der Korallenriffe fühlen sich Wander- und Eleonorenfalken auf der Insel wohl, die mit ihrem schroffen Felsformationen für gute Nistmöglichkeiten sorgt. Im Wasser sorgen ausgewiesene Ankerverbotszonen für eine weitgehend intakte Meeresflora und -fauna. Tauchgänger können hier mit etwas Glück Delfine und Meeresschildkröten sehen, manchmal sogar auch Wale. Ein Highlight nicht nur für Taucher ist die Grotte Cova Blava. In der Cala Gandulf gelegen, ist sie nur vom Meer aus zu erreichen. Das Boot, das regelmäßig die Besucher von Mallorca abholt, fährt auf der Rücktour durch diese so genannte „blaue Grotte“.
Tourismus besteht auf der Insel praktisch nicht. Dementsprechend beeindruckt sind Besucher immer wieder von der Ruhe und der sich selbst überlassenen Natur des Eilandes. Touristen, die mehrere Tage auf der

Quelle: flickr; Fotograf: jacobo porttillo
Cabrera und Festung aus Sicht der Hafenbucht gesehen
In den letzten 10 Jahren hat sich das Interesse an einem Besuch dieser romantischen Insel nahezu verdoppelt. Mallorca – Besuchern, die auf der Suche nach der Ursprünglichkeit der Balearen sind, sei ein Tagesausflug zu den „Ziegeninseln“ ans Herz gelegt.
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